Teilnahme am Odenwald Bike Marathon 2017

Bereits letztes Jahr habe ich am Odenwald Bike Marathon teilgenommen. Damals hatte es unglaublich geregnet und es war eher ein Schlammkampf als ein Fahrradrennen. Dennoch wollten wir dieses Jahr wieder mitmachen – mal schauen, was das Wetter dazu sagte …

Als wir morgens um 09.00 Uhr mit dem Tandem in Leutershausen, wo der Odenwald Bike Marathon starten sollte, ankamen, wartete das Fernsehteam des Rhein-Neckar-Fernsehens bereits auf uns. Es wollte uns während des ganzen Rennens verfolgen und so filmte man uns direkt beim Abholen der Startunterlagen. Leider ist dabei wohl etwas schief gegangen, sodass wir einige Dinge nochmal neu ausfüllen mussten, doch dann hatten wir alles, was wir brauchten, montierten die Startnummer mit vier Kabelbindern am Tandem und machten uns startbereit. Bevor es dann wirklich losging, mussten wir noch eine Szene fürs Fernsehen nachstellen und ein paar grundsätzliche Fragen beantworten. Ansonsten war jedoch nichts mehr zu tun, weswegen wir genug Zeit hatten, alles nochmal auf Vollständigkeit und Funktion zu überprüfen, bis um 10.10 Uhr endlich der Startschuss für die Kurzstreckenfahrer fiel. Es gab eine Kurzstrecke und eine Langstrecke. Die Kurzstrecke umfasste 30 Kilometer und 800 Höhenmeter. Die Langstrecke umfasste 60 Kilometer und 1700 Höhenmeter. Wir fuhren, wie vergangenes Jahr auch, in der Kurzstrecke mit, kamen gut weg und befanden uns von Anfang an mitten im Feld. Zunächst ging es in einer kleinen Runde durch die Weinberge, nochmal an Start und Ziel vorbei und dann ab in den Wald. Dort ging es auf schmalen Waldwegen steil bergauf und auf interessanten Mountaainbike-Trails bergab. Immer wieder überholten wir andere Biker, diese überholten uns wieder, und so war es ein reges übarholen und überholt werden. Während wir letztes Jahr dauerhaft weit abgeschlagen vom Rest waren, fuhren wir diesmal mittendrin. Die Wetterbedingungen waren um Welten besser als vergangenes Jahr. Wie gesagt und im Vorjahresbericht genauer erläutert, war es wirklich mehr Rad aus dem Matsch ausgraben und wetterbedingte Reparaturarbeiten durchführen als Radrenen fahren. Da es dieses Jahr allerdings ein Glück nicht regnete, konnte sowohl der Leiter der Tandem-AG unserer Schule, der vorne auf dem Tandem saß und für zwei Personen sehen musste, als auch ich alles geben – was wir auch taten. Auf unserer Fahrt hatten wir eine Fernsehkamera des Rhein-Neckar-Fernsehens dabei, mit der wir eifrig filmten. An einer Stelle kam das Fernsehteam sogar zur Strecke und filmte uns im Vorbeifahren. Wir machten keine Pausen. Energieriegel wurden in mundgerechte Stücke gebrochen und die Getränke waren so platziert, dass wir w`hrend des Fahrens Energie tanken konnten. So machten wir keinerlei Pausen. Der letzte Anstieg war der schlimmste. Er zog sich sooooooooo ewig in die Länge. Wir schauten auf eine mitlaufende Fahrrad-App und sahen, wie die Höhenmeterzahl laaaaangsaaaaam immer höher stieg. Irgendwann waren wir bei besagten 800 Metern, doch die Steigung wollte einfach nicht enden. Wir kämpften und setzten alle zur Verfügung stehende Energie frei, aber deshalb wurde die Zeit natürlich nicht schneller und der Berg nicht flacher. Bei 829 Höhenmetern wurde es endlich flacher. Auf dem letzten Stück durch den Ort holten wir auch noch die allerletzten Kräfte aus uns heraus – dann waren wir im Ziel. Unsere Zeit war für uns wirklich überraschend. Der Fernsehmoderator hatte uns vor dem Start noch nach unserem Ziel gefragt und wir meinten, dass maximal drei Stunden und 15 Minuten drin seien, und jetzt waren wir angekommen und hatten eine Zeit von zwei Stunden und 17 Minuten (naja, unser Tacho am Tandem sagt zwei Stunden und 13 Minuten, aber in der offiziellen Wertung steht zwei Stunden und 17 Minuten – deshalb wird in den beiden Fernsehsendungen, in denen wir gezeigt wurden, auch einmal von zwei Stunden und 13 Minuten und einmal von zwei Stunden und 17 Minuten gesprochen). Es war ein komisches Gefühl, wie wir vom Rad stiegen. Irgendwie war alles so schnell vorbeigegangen, auch wenn der letzte Anstieg sich in die Länge zog. Sofort waren das Rhein-Neckar-Fernsehen und noch ein weiterer Sender vor Ort, um uns zu interviewen. Auch waren wir überrascht, wie viel Zuspruch wir sowohl während als auch nach dem Rennen bekamen. Später, als dann alle Kurzstreckenfahrer im Ziel waren, erfuhren wir, dass wir (wir wurdenin der Herrenwertung mitgewertet) tatsächlich ziemlich im Mittelfeld mitgefahren sind. So waren noch zwölf Fahrer hinter uns. Es war ein toller Tag und wir waren sehr zufrieden – und wir haben versprochen: Nächstes Jahr machen wir wieder mit!

Leider wurden beide Fernsehbeiträge bereits gesendet. Da sie parallel kamen, konnte ich selbst auch nur einen Bericht live im Fernsehen hören. Gerne hätte ich schon bescheid gesagt, bevor das Rennen gezeigt wird, aber da war der Artikel leider noch nicht fertig und auf die Idee, es wenigstens per Twitter zu posten, kam ich leider auch nicht. Doch Gott sei Dank gibt es Youtube und Mediatheken und so können beide Fernsehberichte leicht gefunden werden 🙂

Fernsehbericht von RNF

Achtung, Aufnahme!

Wie einige ja bereits mitbekommen haben, war ich am Donnerstag, dem 4. Januar 2018, im Tonstudio. Heute möchte ich Euch davon erzählen.

Als ich am Donnerstagnachmittag mit meinem Stage-Piano und meinem Eltern im Auto saß, war ich ziemlich aufgeregt. Wie würde es werden? Ich war zwar schon einmal mit meiner Schulklasse in einem Tonstudio gewesen, hatte dort aber nicht selbst aufgenommen. So war ich sehr gespannt.

Am Ziel angekommen, musste ich mich erstmal etwas orientieren. In dem großen Raum, in den ich geführt wurde, gab es jede Menge Technik: Ein Mischpult, ein Computer und einiges mehr. Ebenfalls beeindruckend war die riesige Gitarrensammlung – da konnte man mindestens 15 Gitarren in den verschiedensten Ausführungen finden. Und nicht nur das: Auch ein Studio-Piano stand dort. Eigentlich wollte ich auf meinem eigenen Piano spielen, jedoch ließ sich dieses mit dem vorhandenen Anschluss nicht an die Anlage im Studio anschließen und deshalb spielte ich dann auf dem Studio-Piano. Nun war alles bereit. Das Piano war aufgebaut, die Technik gerichtet und Matthias, der Betreiber des Tonstudios, war auch soweit. Insgesamt standen drei Lieder auf dem Programm. Als erstes wurde immer das E-Piano eingespielt. Dabei spielte ich auf Klick, also mit einem Metronom, welches mir den Rhythmus vorgab. Das Einspielen des Pianos war recht unkompliziert, da wir eventuelle Fehler gut korrigieren konnten. Was Matthias mit der Aufnahme machen konnte, war schon beachtlich. Er konnte die einzelnen Töne auf dem Bildschirm sehen. Dabei spreche ich nicht von den Akkorden, sondern wirklich von den einzelnen Tönen. Er konnte jeden einzelnen Ton markieren und im Lied verschieben, ausschneiden und an einer anderen Stelle wieder einsetzen, die Lautstärke verändern und sogar die Tonhöhe anpassen. Hatte ich also versehentlich die falsche Taste erwischt, konnte er in wenigen Sekunden den entsprechenden Ton so korrigieren, dass der richtige Ton erklang. Gerade bei „music at the river“ hat diese Bearbeitung ziemlich viel Zeit in Anspruch genommen. Ist es dann irgendwann vernünftig, ging es an den Gesang. Dafür gab es einen Raum mit schalldichten Wänden. Da das Gesangsmikrofon so empfindlich war, musste es exakt auf mich eingestellt werden. Besonders wichtig war, das Mikrofon während der Aufnahme nicht zu berühren, denn es reagierte auf jedes kleinste Geräusch. Um mich mit Matthias, der im Technikraum saß, verständigen zu können, trug ich Kopfhörer und sprach durch mein Mikrofon. So konnte er auch meine fertige Pianobegleitung einspielen. Das war am Anfang ganz schön ungewohnt, darauf zu singen. Das hörte sich irgendwie ungewöhnlich an, irgendwie qualitativ ungewöhnlich gut, ganz anders als die Aufnahme meines Diktiergeräts. Den einzigen Fehler, den ich gemacht habe, war, sich nicht einzusingen, denn so waren ein paar schräge Töne dabei. Dennoch haben wir den Gesang nicht bearbeitet. Deshalb klingt dieser sehr natürlich. Doch die Qualität ist einfach nur klasse. Auf diese Weise wurden, wie bereits erwähnt, drei Lieder aufgenommen. Es war eine sehr interessante Erfahrung, denn schließlich erlebt man sowas ja nicht alle Tage. Und damit Ihr Euch das Ergebnis auch anhören könnt, gibt es „Traum nach Freiheit“ als neues Lied bei den Downloads.

Im Tonstudio - Kerstin am Piano

Im Tonstudio - Kerstin hört Probe

Im Tonstudio - Kerstin singt

Ein etwas anderer Rundflug

Diesmal hatte ich etwas ganz besonderes vor: Einen Rundflug. Es war mein erster Flug überhaupt, weswegen ich ziemlich aufgeregt war. Dennoch war ich erstaunlich ruhig, als ich am Montag, den 02.10.2017, um 16.00 Uhr am Flugplatz in Worms ankam. Dort wartete schon ein Pilot, der Kleinflugzeuge fliegt, auf mich. Wir gingen gemeinsam in die Flughalle. Dort standen viele verschiedene Kleinflugzeuge. Der Pilot führte mich zu dem Flugzeug, mit dem wir fliegen wollten. Ich durfte alles anfassen und erkunden. Die Flügel sind ganz schön lang! Im Inneren des Flugzeugs durfte ich als Kopilotin mitfliegen. In diesem Zusammenhang durfte ich auch das Steuerrad anschauen. Da das Steuerrad des Piloten mit meinem Steuerrad verbunden war, konnte ich immer genau spüren, was der Pilot gerade machte. Bewegte er den Hebel vor und zurück, stiegen oder sanken wir. Bewegte er den Hebel nach rechts und links, bewegte sich auch das Flugzeug in diese Richtung. Es war eine sehr spannende Erfahrung, mal genau spüren zu können, wie das Flugzeug schon auf kleinste Bewegungen des Piloten reagiert. Und dann ging es los. Jetzt wurde ich doch etwas nervös. Langsam rollten wir auf die 800 Meter lange Startbahn. Gut ein Drittel der Startbahn braucht es bis zum Abheben des Flugzeugs. Dieses hat dann etwa eine Geschwindigkeit von 120 Stundenkilometern. Das fand ich interessant, denn 120 Stundenkilometer fährt man auch mit dem Auto auf der Autobahn (insofern kein Stau ist). Zur Eingewöhnung flogen wir eine Runde um den Flugplatz. Danach mussten wir den Flug leider abbrechen, da man aufgrund von Nebel nicht mehr genug sehen konnte, um fliegen zu können. Schade, aber es gab eine neue Chance. Und ganz davon abgesehen übten wir dadurch auch gleich die Landung. Ein bisschen hart war die Ankunft auf dem Boden durchaus, aber sie war laut Aussage des Piloten wohl deutlich sanfter als bei großen Flugzeugen. Dort gibt es nämlich, so erklärte man mir, eine bestimmte Stelle an der Landebahn, an der sie den Boden erreichen müssen, da sie so viel Strecke brauchen, um zum Stehen zu kommen. Ich überegte, wie sich eine Landung im großen Flugzeug wohl anfühlt. Früher oder später werde ich es selbst erfahren. Bevor es aber soweit kam, gab es erstmal den zweiten Flugversuch.
So trafen wir uns am nächsten Tag wieder am Flugplatz in Worms. Da ohnehin Feiertag war, gestaltete sich das als äußerst unproblematisch. Das Wetter spielte diesmal deutlich besser mit als gestern. Die Sonne schien und es war angenehm warm. So stiegen wir diesmal relativ zügig ins Flugzeug und flogen los. Wir flogen nach Rothenburg an der Tauber, um dort Pizza zu essen, und was ziemlich verrückt klingt, schafften wir mit dem Flugzeug in wenger als einer Stunde. Dabei flogen wir über Neckar und Rhein und in rasanten Kurven durchs Neckartal. Während die Kurven bei großen Flugzeugen recht sanft geflogen werden, spürt man die Kurven im Kleinflugzeug sehr deutlich. Allgemein kann man mit einem Kleinflugzeug deutlich mehr experimentieren. Mit unserem einmotorigen Flugzeug mit vier Sitzplätzen konnten wir zum Beispiel das Gefühl einer Achterbahnfahrt nachstellen, indem wir steil nach unten sanken und dann wieder steil nach oben stiegen. Es war fasziniert, wie man mit der Luft spielen konnte und wie viel man sich in der Luft hoch und runter und hin und her bewegen konnte. Auch war es faszinierend, das Wetter zu beobachten. Während in Worms die Sonne schien, gab es im Verlauf des Flugs immer mehr Wolken und in Rothenburg regnete es. Die Pizzeria war direkt am Flugplatz. So landeten wir fast direkt vor dar Tür. Da wir natürlich nicht auf der Landebahn stehen bleiben konnten, rollten wir auf einen speziellen Parkplatz für Flugzeuge. Weil jede Start- und Landebahn etwas anders aussieht, hatte der Pilot eine Art Lexikon, in dem alle Start- und Landebahnen mit Bildern und Beschreibungen aufgelistet haben. Schon lustig, wenn man zum Essen einfach mal schnell mach Rotbenburg fliegt. Auf dem Rückweg fiel mir dann noch etwas anderes ganz bewuist auf: Der Funk. Als Passagier eines großen Flugzeugs kriegt man davon in der Regel nichts mit, doch über das Headset, welches jeder von uns aufgrund der Lautstärke des Motors etc. trug, bekam ich alles mit. Auf unserem Flug mussten wir mehrmals die Frequenz wechseln. Zuerst standen wir in Kommunikation mit dem Funknetz am Flugplatz in Rothenburg. Bevor wir starteten, mussten wir darüber informieren. Die Person am anderen Ende des Funks, die über Bildschirme den ganzen Flugplatz im Blick hatte, sagte uns dann, ob wir starten konnten oder ob noch ein anderes Flugzeug auf der Bahn war. Nach dem Start mussten wir dann bescheid geben, dass wir die Bahn verlassen hatten, und schalteten im Anschluss auf ein zentrales Funknetz um. Hier wurde der Luftraum eines großen Gebiets beobachtet. So wurde man immer darauf hingewiesen, wenn andere Flugzeuge oder Fallschirmspringer in der Nähe waren. Dabei interessierten uns große Flugzeuge nicht, da diese deuslich höher flofen als wir. Interessant war, dass wir nicht nur an uns gerichtete Informationen, sondern auch die Informationen, die aanderen Flugzaugen galten, mithören konnten. Tatsächlich begegneten uns auf dem Weg ein weiteres Kleinflugzeug und ein paar Fallschirmspringer. Je nach dem, wie weit man fliegt, muss man zwischendurch nochmal die Frequenz umschalten, denn auch die zentraleren Funkstellen beobachten nur einen bestimmten Umkreis. Kurz vor der Landung mussten wir dann wieder auf den regionalen Flugplatzfunk umschalten. Da galt dann wieder die gleiche Prozedur: Erst fragen, ob die Bahn frei ist, dann landen und wieder bescheid geben, wenn wir die Bahn verlassen hatten. Damit auch jedes Flugzeug klar identifiziert werden kann und alle Beteiligten wissen, um wen und was es sich handelt, hat jedes Fluggerät einen Namen. So hieß unser Flugzeug zum Beispiel „Romeo Kilo“. Nachdem wir gelandet waren, rollten wir direkt zur Flugzeug-Tankstelle. Wie auch beim Auto kann man den Motor öffnen und neuen Treibstoff einfüllen. Ich war erstaunt, wie leicht und schnell sich das alles gestaltete. Bevor es für mich wieder nach Hause ging, konnte ich mich noch mit einem Piloten, der große Passagierflugzeuge fliegt, unterhalten. Das war sehr spannend! Viermal im Monat macht er einen Langstreckenflug. Dabei fliegt er beispielsweise mach Tokio (etwa elf Stunden Flugzeit) oder nach Buenos Aires (etwa 13 Stunden Flugzeit). Ich durfte auch ein zweimotoriges Flugzeug anschauen. Das war gleich deutlich größer als die kleine „Romeo Kilo“. Ich freue mich schon darauf, wenn ich mal ein großes Flugzeug anschauen kann. Es war ein aufregendes und sehr spannendes Erlebnis – tja, eine blinde Kopilotin gibt es schließlich auch nicht alle Tage!

vor dem Flugzeug

Anschauen des Flugzeugs

Betrachten des Propellers

im Cockpit

Bahnradfahren in Mannheim

Am Donnerstag, den 21.09.2017, konnte ich eine weitere Form des Radsports ausprobieren.
Um 16.00 Uhr fuhren mein Tandempartner und ich mit dem Renntandem eines Freundes meines Tandempartners nach Mannheim, denn dort gibt es Radrennbahn. Das Renntandem war zunächst etwas ungewohnt für mich. Der Lenker sah anders aus als bei normalen Tandems und befand sich relativ weit vorne, sodass man fast auf dem Tandem lag. Der Sattel war extrem hart, viel härter als ein normaler Tandemsattel. Was zudem beim Fahren nervig war, war die Tatsache, dass die Reifen auf jede winzige Erhebung reagierten. Das hatte zur Folge, dass man Bordsteine oder Unebenheiten auf dem Boden viel extremer wahrnahm als mit anderen Tandems. Auch war man schnell bei Geschwindigkeiten von 30 Stundenkilometern, obwohl man sich eigentlich gar nicht besonders anstrengte. Bei einem Straßentandem ist man da vielleicht bei 18 bis 20 Stundenkilometern. Als wir an der Radrennbahn ankamen, war dort gerade offenes Training, zu dem alle Mitglieder des Vereins kommen konnten. Die Rennbahn gehörte nämlich zu dem Radsportverein RRC Endspurt Mannheim, mit dem meine Schule eine Kooperation starten wollte. Da mein Tandempartner und sein ebenfalls blinder Freund (derjenige, von dem wir das Renntandem ausgeliehen hatten) Mitglied in diesem Verein waren, durfte er auch mit mir auf die Bahn. Die Leute dort nahmen mich sehr offen auf und ich glaube sogar, dass sie sich gefreut haben, dass ich auch mal auf der Bahn fahren wollte. Es gab eine kürzere Innen- und eine längere Außenbahn. Auf der Außenbahn gab es sogar Steilkurven mit einer Steile von bis zu 37 Grad! Am Anfang dachte ich: Wie will man da fahren? Doch letzendlich war es herzlichst unspektakulär, man spürte von der Kurve beim Fahren nämlich so gut wie gar nichts. Auf der Bahn erreichten wir Geschwindigkeiten von über 40 Stundenkilometern. Es war richtig anstrengend, weil man einfach komplett anders auf dem Rad saß, aber sehr spannend. Zwischendurch fuhren wir mit einer Gruppe von anderen Rennfahrern auf Einzelrädern zusammen. Wir sind einfach in die Gruppe dazugestoßen und man hat uns akzeptiert. Das war eine wirklich interessante Erfahrung! Am Ende waren wir noch in der Vereinswerkstatt. Dort gab es alles, was mit Fahrrädern zu tun hatte. Als wir uns wieder aufs Rad schwingen und uns auf den Rückweg machen wollten, fiel uns im letzten Moment noch ein, dass die Kamera vom Filmen unserer Fahrt auf der Radrennbahn noch an der 37 Grad-Steilkurve lag. Wir hatten sie völlig vergessen. Also hatte sie erstens viel zu viel aufgenommen und war sogar ein bisschen warm. Aber wir waren froh, dass wir noch rechtzeitig gemerkt hatten, dass sie noch da lag und sie mitnahmen.
Gegen 20.30 Uhr war ich wieder im Internat. Es war ein spannendes Erlebnis. So ist Rennradfahren ziemlich anstrengend, andererseits aber auch mit einem ganz besonderen Gefühl verbunden – wenn sich eine Gelegenheit ergeben sollte, so bin ich selbstverständlich wieder dabei!
Übrigens: Es gibt auch ein kurzes Video von der Aktion. Schaut doch einfach auf meinem Youtube Kanal vorbei!

Teilnahme am Odenwald Bike Marathon 2016

Am Sonntag, den 18.09.2016, nahmen der Leiter der Tandem-AG unserer Schule und ich mit einem Tandem am Odenwald Bike Marathon in Hirschberg-Leutershausen teil.

Um 09.30 Uhr trafen wir uns am Veranstaltungsort, schauten, ob wir alles dabei hatten (Trinken, Fahrradwerkzeug usw.) und stellten das Tandem ein. Schon hier regnete es ohne Unterlass und uns war bewusst, dass es nicht einfach werden würde. Trotzdem waren wir voll motiviert, als es um 10.05 Uhr auf den 30 Kilometer langen Rundkurs ging. Da wir ausschließlich mit sehenden Fahrern gemeinsam starteten, wurden wir separat gewertet. Zunächst fuhren wir eine kleine  Runde durch die Weinberge, um uns noch einmal dem Publikum zu zeigen, bevor wir endgültig im Wald verschwanden. Dort ging es richtig zur Sache: Es war so matschig, dass unsere Kette klemmte und wir mindestens viermal anhalten mussten. Schlussendlich lösten wir das Problem, indem wir das Fahrrad an einem Bach reinigten, der glücklicherweise genau an unserer Route lag. Nach einem „normalen“ Waldweg ging es steil bergauf. Hier mussten wir das Rad teilweise schieben, da der Boden so durchgeweicht war, dass man nicht mehr darauf fahren konnte, wobei man dazu sagen muss, dass unsere Reifen nicht unbedingt für diese Bodenverhältnisse geeignet waren. So mussten wir auch bei den  teils steilen Abfahrten gut aufpassen. Einmal ist uns das Tandem sogar fast umgekippt, Gott sei Dank konnten wir schnell abspringen.

So ging es bergauf, bergab. Mal regnete es, mal nicht, aber das machte fast keinen Unterschied, denn Wasser und Schlamm spritzten hoch und nasser konnten wir jetzt eh nicht mehr werden. Am Ende kam nochmal ein Streckenabschnitt durch den Ort, der relativ problemlos zu fahren war, dann erreichten wir das Ziel. Die Zeit: Drei Stunden und 29 Minuten, 785 Höhenmeter und 37 km/h Höchstgeschwindigkeit. Es war anstrengend, aber wir waren glücklich – und vor allem erstmal verdreckt. Also ging es für uns und unser Rad erstmal in die „Waschanlage“. Dort waren Schläuche, so ähnlich wie Gartenschläuche, mit denen man seine Kleidung und sein Fahrzeug abspritzen und somit von Schlamm und sonstigem Dreck befreien konnte. Es brauchte seine Zeit, aber schließlich war alles wieder sauber. Hiermit waren wir bereit für den Heimweg.

Es war eine aufregende Strecke, wobei das sicher auch an den Wetterumständen lag, die herausforderte und gleichzeitig für ein schönes und sicher auch etwas außergewöhnliches Erlebnis sorgte. Außerdem war es interessant, mal ein Radrennen live mitzuerleben.

Triathlon mit Blindheit

Seit April 2013 trainieren sportbegeisterte blinde und sehbehinderte Schülerinnen und Schüler mit dem Heart Racer Team, einem Triathlonverein für sehende Sportlerinnen und Sportler, gemeinsam den Triathlonsport. Zwar bin ich inzwischen diesbezüglich nicht mehr aktiv, dennoch möchte ich von meinem letzten Wettkampf erzählen.

Sonntagmittag, Tiergartenschwimmbad Heidelberg: Alles sieht nach einem ganz normalen Triathlon aus – doch das stimmt nicht ganz, denn unter den Teilnehmern sind auch Sportlerinnen und Sportler mit Seheinschränkung.

Zunächst mal heißt es: Wettkampfanzug anziehen, Wechselzone einrichten, mit dem Guide letzte Kleinigkeiten abklären, aufwärmen – alles muss durchgeplant und geordnet sein, schließlich muss es später schnell und möglichst ohne Fehler ablaufen. Da muss man natürlich vorher den Sattel des Tandems auf die richtige Höhe einstellen, die Startnummer abholen usw. – es wurde nicht umsonst gesagt, man solle eineinhalb Stunden vor dem Wettkampf da sein. Gerade für mich als blinde ist Ordnung wichtig. Schließlich muss ich nachher alles schnell und sicher finden: Handtuch, Turnschuhe, Fahrradhelm, Startnummer, Tandem …

Endlich! Alles ist eingerichtet und ich gehe mit meinem Guide zur Abschlussbesprechung. Ich starte in der Startklasse Schüler A, zusammen mit rund 45 weiteren Teilnehmern. Hier werden nochmal alle Regeln erklärt, wie zum Beispiel, das man erst bei der Linie auf dem Boden aufs Rad steigen darf und dort auch wieder absteigen muss. Danach gehen die Jungs an den Start, zehn Minuten später sind die Mädels dran. Dennoch gehe ich schon ins Wasser des Tiergartenschwimmbads – ganz schön kalt! Aber mein Triathlonanzug hält die Kälte gut ab. Ich spüre sie nur dann, wenn ich meinen Kopf ins Wasser lege. Mein Triathlonanzug ist eben gleichzeitig auch ein Neoprenanzug. Wenn ich gleich schwimme, wird mein Guide am Beckenrand entlang laufen und mir die Richtung ansagen, damit ich nicht schräg schwimme. Die Guides sind Erwachsene, die gerne Sport machen und ehrenamtlich die blinden und sehbehinderten Kinder und Jugendliche auf ihren Wettkämpfen und im Training begleiten. Jeder hat seinen eigenen Guide, sodass beim Ansagen keine Verwechslungen passieren können. Außerdem gehört zu einem Triathlon auch Vertrauen dazu, schließlich wäre ein Triathlon ohne sehende Unterstützung nicht möglich. Noch ein paar Sekunden, dann ertönt das Startsignal für die Mädels. Ich schwimme los, genau wie alle anderen Teilnehmerinnen. Wir sind zwar auf acht verschiedene Bahnen verteilt, dennoch muss man aufpassen, dass man niemanden über den Haufen schwimmt. Zum Glück schwimme ich auf der Außenbahn, wo mein Guide gut am Beckenrand entlanglaufen und mir Anweisungen geben kann.

Nach zweimal 50 Metern springe ich aus dem Wasser und renne mit meinem Guide in die Wechselzone. Dort heißt es Schuhe (und evtl. Strümpfe) anziehen, Helm aufsetzen, Startnummer umhängen, sich am Tandem festhalten und mit diesem bis zur Aufsteig- bzw. Absteiglinie rennen. Auf Rädern habe ich eine Distanz von sechs Kilometern zu absolvieren. Der Wind weht mir ins Gesicht, im Laufe des Rennens überholen wir einige Räder und als ich radtechnisch fertig bin, ist mein Triathlonanzug schon fast wieder getrocknet.

Nach dem Absteigen an der Linie, dem Abstellen des Rades und dem Abziehen des Helms geht es zur letzten Etappe auf die 1,4 Kilometer lange Laufstrecke. Dabei nehmen mein Guide und ich ein Laufseil zur Hilfe, an dessen einem Ende mein Guide anfasst und an dessen anderem Ende ich anfasse. So kann der Guide mich besser lenken und sich trotzdem gut meinem Tempo anpassen. Dabei teilt der Guide mir auch mit, wenn wir eine Kurve machen, sich der Bodenbelag ändert oder eine Stufe kommt. Zudem gibt er mir immer wieder einen Überblick, wie weit es noch ungefähr bis zum Ziel ist. So kann ich mir die Kraft besser einteilen und mich am Ende perfekt auf den Zielsprint fokussieren.

Rund 34,5 Minuten habe ich gebraucht, um das Ziel zu erreichen. Damit war ich zwar drittletzte, aber dennoch: Ich hatte es geschafft. Freudig reiße ich die Arme hoch und nehme mein Finisher-Shirt entgegen, das jeder Teilnehmer, der ins Ziel kommt, erhält. Was für eine Entwicklung! 2013, als ich meinen ersten Triathlon machte, nahm ich noch in einer Staffel teil. Da hatte ich noch Probleme mit meiner Schwimmtechnik und war nach dem Laufen ganz schön erschöpft, obwohl das Schwimmen und Radfahren von zwei Kameraden übernommen wurde. Mein erster eigenständiger Triathlon 2015, bei dem ich erstmals alle Disziplinen in Kombination machte, ging ziemlich schief und ich dachte schon fast, dass mir der Triathlonsport einfach nicht liegt. Nicht zuletzt auch aufgrund von Zeitgründen beschloss ich, meine diesbezügliche Tätigkeit zu beenden – und ich tat es mit einem für mich erfolgreichen Wettkampf.

Der Triathlonsport ist ein gutes Beispiel dafür, was als blinde Person möglich ist, wenn die Kommunikation zwischen blinden und sehbehinderten Menschen und ihrer sehenden Unterstützung funktioniert. und man sich gegenseitig mit Respekt und Wertschätzung begegnet. Jeder Mensch muss den Triathlonsport erst erlernen, auch Sehende können es nicht von Anfang an. Blinde können so etwas genauso machen, nur brauchen sie eben spezielle Unterstützung – doch die Leistung erbringen letzentlich immer noch sie selbst.

Teilnahme am Reiterwochenende

Das letzte Wochenende vor Sommerferienbeginn verbrachten sechs blinde und sehbehinderte Schülerinnen und Schüler mit sehenden Kindern und Jugendlichen gemeinsam – und hatten dabei nicht nur beim Reiten jede Menge Spaß…

Am Freitagmittag wurden wir mit zwei Autos zum Leimener Gemeindehaus gefahren. Eigentlich sollte es dort eine Anfangsrunde geben, allerdings kamen wir überhaupt nicht richtig dazu: Es dauerte ziemlich lange, bis alle da waren und als dieser Fall dann eingetreten war, mussten wir uns schon auf den Weg zum Birkenhof nach Dossenheim machen. Dort angekommen, lernten wir die Pferde kennen, indem wir sie von der Weide führten, putzten und später auch ein bisschen ritten, und holten unsere Anfangsrunde nach.

Nun war es schon 18.00 Uhr und wir fuhren in unsere Nachtquartiere. Jedes der blinden und sehbehinderten Kinder war einem sehenden Kind zugeteilt, bei dem es für dieses Wochenende lebte. Der/die Blinde oder Sehbehinderte wurde also für dieses Wochenende in den Familienalltag einintegriert, dafür lernten die Sehenden die „Blindenwelt“ besser kennen. Die Sehenden hatten viel Spaß mit ihren blinden und sehbehinderten Gästen und teilweise entstanden schon richtige Freundschaften.

Am Samstag mussten wir bereits um 10.00 Uhr auf dem Reiterhof sein. Dort wurden wir in zwei Gruppen eingeteilt, die einen gingen filzen, die anderen ausreiten. Später wurde dann gewechselt. Beim Filzen suchte sich zunächst jeder eine Farbe aus, in der er dann ein Stück Schafwolle bekam. Dieses wurde dann mit Wasser nass gemacht und mit Seife eingerieben, dann wurde es ganz leicht hin und her gerubbelt, so wurde es schön fest und konnte weiter verarbeitet werden. Im Laufe des Filzprozesses kamen weitere Farben hinzu. Später durften wir auch richtig darüber reiben und schlussentlich in die Hand nehmen, dann hatte man eine mehr oder weniger gelungene, aber in jedem Fall künstlerisch kreative Feder aus Filz vor sich liegen.

Beim Ausreiten ging es ganz gemütlich zu. Wir ritten nur im Schritt und wurden von Helferinnen und Helfern des Hofes geführt. Wir ritten an den Feldern entlang, unterhielten uns oder genossen einfach die Zeit auf dem Pferd.

Nun hatten alle hunger und so war es ganz gut, dass das Essen bald fertig war. Es gab Nudeln mit Tomatensoße, was sehr lecker schmeckte. Anschließend wurde eine Mittagspause eingelegt, bei der auf der Wiese und in der Reithalle herumgetobt wurde, es bestand aber auch die Möglichkeit, in der Heubox ein Pferdequiz zu machen oder den Triathleten (es fand nämlich an diesem Tag ein Triathlon statt) zuzusehen, wie sie mit ihren Fahrrädern vorbeirauschten.

Nachmittags arbeiteten wir wieder mit den Pferden. Diesmal ritten wir an der Longe, teilweise auf dem Reitplatz, teilweise in der Reithalle. So konnten wir auch mal traben oder galoppieren.

Später kam die Nußlocher Jugendpfarrerin zu Besuch, um mit uns gemeinsam den Gottesdienst am Sonntagmorgen zu gestalten. Da wurde eifrig diskutiert – über den Umgang mit Blinden und Sehbehinderten, über den Krieg in anderen Ländern, über Gewalt und Kriminalität, darüber, dass man jeden Menschen so akzeptieren soll, wie er ist – und es gab noch viel, viel mehr. Außer dem wirklich sehr interessanten Gespräch überlegten wir uns Fürbitten und planten alles Weitere.

Am Abend grillten wir dann noch gemeinsam. Hierzu waren auch Eltern, Geschwister, Freunde und sonstige Bekannte und Verwandte eingeladen. Zudem kam dieses Jahr ein blinder Schüler dazu, der an der ersten integrativen Reiterfreizeit im Jahr 2001 teilgenommen hat. Jede Familie hatte etwas zu Essen mitgebracht, sodass es neben Steaks, Würstchen und Schafskäse auch ein reichliches Salatbuffet gab. Es gab auch ein kleines Lagerfeuer, an dem man Marshmallows und Stockbrot zubereiten konnte. Gegen 21.00 Uhr löste sich die Gruppe auf und die blinden Gäste fuhren wieder mit zum Haus der sehenden Kinder.

Am Sonntagmorgen trafen wir uns um 09.30 Uhr, diesmal aber nicht auf dem Hof, sondern in der evangelischen Kirche in Nußloch. Hier fand der Gottesdienst statt, den wir gestern zusammen vorbereitet hatten. Ich übernahm die Lesung, die ziemlich lang war.

Der Text handelte von einer Begegnung zwischen Jesus und einem blinden Menschen. Jesus heilte diesen und alle Menschen wunderten sich, wie der Blinde plötzlich wieder sehen konnte. So ging die Diskussion eine Weile hin und her, da sagte Jesus: „Wer blind ist, den mache ich sehend, und die sehenden werden blind sein.“ Diese Botschaft klingt zunächst seltsam, doch was das für uns konkret bedeutet, das verdeutlichte auch die Pfarrerin in ihrer Predigt. Sie erzählte eifrig und anschaulich vom Inhalt unserer langen, ausführlichen Diskussion, davon, wie Blinde und Sehende auf dieser Freizeit zusammen arbeiten und Spaß haben und davon, dass jeder einzigartig ist und auch als solcher Mensch akzeptiert werden soll. Das Ganze rundeten wir Freizeitteilnehmer mit eigenen Beiträgen ab. Im Anschluss daran wurden die Fürbitten vor Gott und die Gemeinde gebracht, die ebenfalls von einigen Freizeitteilnehmern gesprochen wurden.

Nach Ende des Gottesdienstes fuhren wir gemeinsam zum Gemeindehaus nach Leimen, wo wir zu Mittag (Pizza) aßen. Anschließend hatten wir nochmal Pause, die einige damit verbrachten, sich umzuziehen, während andere wiederum im Gemeindesaal herumtobten oder Klavier spielten.

Nun fuhren wir wieder auf den Reiterhof und heute durften wir uns wünschen, was wir machen wollten. Schlussentlich ging eine Gruppe ausreiten und die andere voltigieren. Die Ausrittgruppe ritt wieder die selbe Strecke wie am Vortag. Die Voltigiergruppe ritt an der Longe, trabte, galoppierte und machte kleine Übungen wie z.B. rückwärts reiten, auf dem Pferd knien, die Mühle oder die Fahne. Bei der Mühle dreht man sich wie ein Mühlenrad auf dem Pferderücken, und bei der Fahne kniet man ebenfalls, streckt aber zusätzlich z.B. das rechte Bein und den linken Arm (es geht auch umgekehrt) von sich weg. Später durften die Mitglieder dieser Gruppe noch frei reiten, das heißt, ohne Longe und mit Zügeln. So konnte man erfahren, wie es ist, allein und unabhängig die Oberhand über das Pferd zu haben. Später halfen wir alle bei der sonstigen Arbeit auf dem Hof – da wurde die Futterkammer erkundet, Karotten in die Pferdeboxen gelegt, Wasser in den Wasserkanistern auf der Weide nachgefüllt, Ställe ausgemistet usw.

Bevor wir in unsere Gastfamilien zurückkehrten, machten wir noch eine Abschlussrunde, bei der jeder sagen sollte, wie ihm das Wochenende gefallen hat und was man verbessern bzw. ändern könnte. Am nächsten Morgen wurden wir dann von unseren Gastfamilien zu Familie Gschwind, die die Reiterfreizeit auch dieses Jahr wieder organisierte, gebracht, um von dort aus gegen 09.30 Uhr in die Schule zu fahren. Es hat uns allen sehr viel Spaß gemacht und wir kommen gerne wieder – vielen Dank an alle Helferinnen und Helfer des Birkenhofes, an Familie Gschwind und an alle Gastfamilien, die zum Gelingen dieser Freizeit beigetragen haben! Dies ist ein Beispiel dafür, wie ein friedliches und gleichberechtigtes Miteinander von blinden und sehenden Menschen gelingen kann!