Info: Die Bahnhofsmission Karlsruhe

Die Bahnhofsmission Karlsruhe wurde 1903 gegründet und ist eine christliche Institution in katholischer Trägerschaft von IN VIA, die jedoch Menschen aller Konfessionen offen steht. Um die Tätigkeit in einem Satz zusammenzufassen, bietet die Bahnhofsmission Menschen, die unterwegs oder in Not geraten sind, schnell und unbürokratisch Unterstützung. Konkret bedeutet das, dass die Bahnhofsmission als Bestandteil des sozialen Netzwerks Karlsruhe Hilfe zur Selbsthilfe bietet, Menschen berät, unterstützt und gegebenenfalls an andere Einrichtungen weitervermittelt. So kümmert sich die Bahnhofsmission zum einen um alles, was am Karlsruher Hauptbahnhof passiert. Wenn Menschen zum Beispiel auf ihrer Fahrt ihr Geld, ihr Gepäck oder ihre Fahrkarte verloren haben, hilft die Bahnhofsmission, Freunde oder Verwandte zu kontaktieren, damit die Reise weitergehen kann. Wenn ein Zug stark verspätet ist, der Anschlusszug dadurch verpasst wird und es keine Möglichkeit mehr zur Weiterfahrt gibt, da es beispielsweise spät abends ist, hilft die Bahnhofsmission bei der Suche nach einer Übernachtungsmöglichkeit. Wenn Reisende beim Ein- oder Ausstieg oder während der Fahrt zum Beispiel gestolpert sind und ein Flaster benötigen, ist die Bahnhofsmission die erste Adresse. Die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterstützen auch Menschen mit Behinderung wie Blinde, Gehörlose, Geh- und Sprachbehinderte beim Aus-, Ein- und Umsteigen und geben Reisenden, die sich in Karlsruhe nicht auskennen, Auskunft, damit diese mit Hilfe der öffentlichen Verkehrsmittel sicher ans Ziel kommen. Auch Flüchtlinge bekommen besondere Unterstützung. Ankommende Flüchtlinge bekommen hier etwas zu essen und zu trinken und werden danach zur Weiterfahrt zur entsprechenden Unterkunft in die richtige Straßenbahn/den richtigen Bus gesetzt. Zudem erhalten sie Auskunft über ihr nächstes Ziel. Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge werden auf dem Weg zu einer Unterkunft begleitet.

Abgesehen von der Tätigkeit am Bahnhof ist die Bahnhofsmission eine Anlaufstelle für Menschen, die in Not geraten sind und niemanden haben, mit dem sie darüber sprechen können. Das können wohnungs- oder arbeitslose Menschen sein, arme Familien, Leute, die Probleme mit Drogen und Alkohol haben. Das Angebot der Bahnhofsmission ist kostenlos. Deshalb finanziert diese sich ausschließlich durch Spenden. Da die Bahnhofsmission nicht im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses steht, finde ich es wichtig, diese Gruppe von ehrenamtlichen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen zu unterstützen. Viele Menschen denken an die großen Dinge, aber manchmal können die kleinen Taten große Wirkung haben.